Eine Visitenkarten gestalten lassen? Wozu das denn? Befinden wir uns nicht im digitalen Zeitalter?

Das ist richtig aber Visitenkarten gehören nach wie vor zur unverzichtbaren Grundausstattung im Geschäftsleben. Sie sind Ihr mobiles Aushängeschild im praktischen Hosentaschenformat.

 

Warum es besser ist, Visitenkarten zu haben.

Vielleicht ist es Ihnen auch schon passiert. Sie kommen mit einem potentiellen Kunden oder Geschäftspartner in Kontakt. Das Gespräch ist sehr vielversprechend. Es winkt möglicherweise ein Geschäft. Dann kommt der Moment, in dem er Ihnen seine Visitenkarte reicht. Im Tausch erwartet er jetzt Ihre. Und Sie denken sich nur: Miiiiiist! Weil Sie wissen, dass Sie Ihre Visitenkarten nicht dabei haben. Blöde Situation.

Oder Sie haben einen Termin mit mehreren Personen. Alle Beteiligten sitzen am Tisch und es kann losgehen. Die Vorstellungsrunde. Alle schieben sich als erstes ihre Visitenkarten zu. Sie sind froh, denn Sie haben Ihre Visitenkarten dabei und können sie ebenfalls verteilen. Das gibt dir Sicherheit.

Eine weitere Situation. Sie sind auf einem Seminar oder einem Speaker-Event. Die Pausen zwischendurch eignen sich gut, um Kontakte zu knüpfen. Wer weiß, vielleicht steht gerade Ihr bester Kunde in spe neben Ihnen. Nur liegt das unbekümmerte Netzwerk nicht unbedingt jedem in der Natur. Ihre Visitenkarte hilft dann beim Einstieg. Ihr gegenüber kann sich mit Hilfe der Visitenkarte ein besseres Bild machen. Sie bleiben ihm einfacher in Erinnerung und die Visitenkarte hilft bei der späteren Kontaktaufnahme. Denn hatte man fünf oder mehr Kontakte, wird es ohne Visitenkarten hinterher schwierig.

So oder so ähnlich laufen viele der ersten Geschäftskontakte ab. In den aller meisten Fällen hinterlässt man einfach den besseren Eindruck, wenn man Visitenkarten hat. Egal in welcher Branche man tätig ist.

Visitenkarten

Visitenkarten gehören zum Corporate Design.

Was ein Stück Papier zu einer Visitenkarte macht.

Sie können Ihre Visitenkarten auch aus anderen bedruckbaren Stoffen erstellen lassen aber standardmäßig bestehen sie aus Papier oder Karton mit einer hohen Grammatur. Die Papiergrammatur wird mit Gramm je Quadratmeter angegeben. Zum Teil lesen Sie auch nur die Angabe in Gramm. Wenn Sie also Visitenkarten bestellen wollen und lesen 350 g, dann wäre die Visitenkarte bei einer Größe von 1 m x 1 m 350 g schwer. Zum Vergleich: Herkömmliches Kopierpapier hat eine Grammatur von 80 g. Dabei kommt es aber nicht unbedingt auf das Gewicht an. Vielmehr geht mit zunehmendem Grammatur eine höhere Papierstärke einher.

 

Wobei wir bei einem Qualitätsmerkmal sind. Die Haptik.

 

Bei Visitenkarten spielt die Haptik eine große Rolle. Visitenkarten müssen stabil sein, komme was wolle. Welche Eigenschaften würden Sie mit dem Visitenkartengeber in Verbindung bringen, wenn Sie eine labbrige Visitenkarte bekommen? Zuverlässigkeit? Qualitätsbewusstsein? Wohl nicht! Die Papierstärke der Visitenkarte sollte daher 300 g nicht unterschreiten. Besser sind 350 g. Ich gehe hier von herkömmlichen Papieren ohne Veredelungen aus. Da diese auch die Stabilität beeinflussen können. Zu den Veredelungen komme ich aber später noch.

Papiersorten „wie Sand am Meer“.

Die Papiersorte hat ebenfalls einen großen Einfluss auf die Haptik. Zum Glück gibt es Papiersorten „wie Sand am Meer“. Denn durch die verschiedenen Rohstoffe und Herstellungsverfahren haben sie ganz unterschiedliche Eigenschaften. Die man dann zur Kommunikation der eigenen Werte nutzen kann. Wie das geht? Nehmen wir einmal an, Ihr Unternehmen hat sich auf die besonders umweltschonende Reinigung von Werkzeugen und Anlagen spezialisiert. Dann lassen Sie Ihre Visitenkarten aus Recyclingpapier gestalten, welches umweltfreundlich zu 100 % aus Altpapier hergestellt wurde. Kombiniert mit einem Umweltsiegel ist sofort klar, für was Ihr Unternehmen steht. Ohne, dass man dafür auch nur eine Zeile lesen muss.

 

Visitenkarten aus Plastik

Möchten Sie Visitenkarten gestalten lassen, dann muss es nicht zwangsläufig auf Papier oder Karton sein. Visitenkarten aus Plastik sind ebenso möglich. Aber Plastik ist nicht gleich Plastik. Der Begriff steht umgangssprachlich für Kunststoff und Kunststoffe gibt es ja bekanntlich viele.

Zur Gestaltung Ihrer Visitenkarten können zum Beispiel folgende Kunststoffe verwendet werden:

  • ABS
  • PVC
  • Bio PVC

ABS-Kunststoff
Bei diesem Kunststoff steht ABS nicht für Anti-Blockier-System sondern für Acrylnitril-Butadien-Styrol. Mit einer matt glänzenden Oberfläche ist dieser Kunststoff darüber hinaus auch sehr kratzfest und Schlagfest. ABS kann ohne großen Aufwand recycled werden.

PVC
Polyvinylchlorid, kurz PVC, ist der am häufigsten verwendete Kunststoff für Visitenkarten. Die Eigenschaften des harten und spröden Kunststoffs werden durch bestimmte Additive beeinflusst. Damit wird er beständiger und lässt sich besser verarbeiten.

Bio PVC
Mit den gleichen strukturellen Eigenschaften wie herkömmlicher PVC-Kunststoff, ist Bio PVC nach spätestens 5 Jahren biologisch abgebaut. Die entstehenden Abbaustoffe sollen umweltneutral und nicht giftig sein. Cool, wenn dem so ist.

Visitenkarten aus Kunststoff haben vor und Nachteile. Sie sind haltbarer, es gibt sie in transparenter Form und sie heben sich von Visitenkarte aus Papier oder Karton ab. Die Haltbarkeit kann auch ein Fluch sein. Denn in Zeiten riesiger, im Meer schwimmender Plastik-Inseln ist jedes weitere Kunststoffprodukt zu viel. Daher sind hier die Varianten aus ABS und Bio PVC die bessere Wahl.

 

Das Format einer Visitenkarte.

Das gängige Querformat einer Visitenkarte ist 85 mm x 55 mm (B x H). Das Hochformat 55 mm x 85 mm (B X H). Natürlich ist jedes Format denkbar. Nur sollten Sie eine Sache beachten. Viele benutzen Visitenkartenbücher, Visitenkartenmappen oder eine Visitenkartenkartei zur Aufbewahrung. Diese sind für die Standardformate ausgelegt. Sind Ihre Visitenkarten größer, dann haben Sie in diesem Fall „schlechte Karten“.

Oder Ihre Visitenkarten zielen genau darauf ab und sie fallen komplett aus dem Rahmen. Zum Beispiel mit einer selbst stehenden Form. Die dann optisch ansprechend und Bezug zu deinem Unternehmen auf dem Schreibtisch des Kunden steht.

Eine Visitenkarten-Gestaltung für die Getränkebranche: Könnte die Form und Ausführung eines Untersetzers haben. Bei jedem Schluck würde Ihr Kunde auch immer einen Blick auf Ihre Visitenkarte werfen. Schluck für Schluck verankern Sie sich so in seinem Gedächtnis. Zum Wohl!

 

Visitenkarten mit Veredelungen.

In heutiger Zeit sind Visitenkarten so günstig wie nie! 1.000 Visitenkarten mit einer Grammatur von 350 g/m2 und 2-seitigem Druck sind schon für unter 13 € zu haben. Ich habe keine Ahnung, wie das gehen soll. Aber es funktioniert. Dementsprechend günstig sind mittlerweile auch die Veredelungen. Auch mit Hilfe von Veredelungen können Sie super kommunizieren.

Veredelungen für Visitenkarten:

  • UV-Lackierung
  • Folienkaschierung
  • Duft-Lackierung
  • Farbschnitt
  • Blindprägung
  • Heißfolienprägung

Visitenkarten mit UV-Lack

Sie können Visitenkarten mit einer vollflächigen oder einer partiellen UV-Lackierung veredeln lassen.

Visitenkarten mit Duftlack

Visitenkarten die duften? Warum nicht? Nicht immer macht das Sinn. Dennoch ist es in bestimmten Fällen eine gute Möglichkeit sich abzuheben.

Visitenkarten mit Folienkaschierung

Die Folienkaschierung oder auch Cellophanierung umschließt die Visitenkarte mit einer Folie, die matt und glänzend sein kann.

Visitenkarten mit Farbschnitt

Beim Farbschnitt werden nur die Seiten der Visitenkarte mit Farbe bestrichen. Möglich sind Standardfarben, Neonfarben oder auch Prägefolien.

Visitenkarten mit Blindprägung

Bei der Blindprägung wird das Papier oder der Karton nur geprägt. Ohne Farbe. Dennoch lässt sich auch eine Blindprägung mit einem Druck kombinieren.

Visitenkarten mit Heißfolienprägung

Mit Druck und Hitze wird eine Farbfolie auf die Visitenkarte gebracht. Die Folien können dabei ganz verschiedene Eigenschaften haben. Wie auch bei der Folienkaschierung z. B. matt, glänzend oder metallic.

 

Fazit

Die Visitenkarte ist ein muss. Daher ist sie auch ein wichtiger Bestandteil des Corporate Design. Wenn man bedenkt, was es für unterschiedliche Durckmedien gibt und das sich die verschiedenen Veredelungen auch noch miteinander kombinieren lassen. Dann ergeben sich daraus unzählige Möglichkeiten, Ihre Visitenkarten zu personalisieren und auf Ihr Geschäft oder Dienstleistung abzustimmen.

Die Visitenkarte gehört einfach zur Grundausstattung. Mit einer auf Ihren Leistungen abgestimmten Visitenkarte machen Sie Eindruck. Mit der passenden Veredelung stechen Sie heraus. Sie bleiben Ihren Kontakten besser in Erinnerung. Ihnen fällt es leichter Sie zu Kontaktieren. Und: Eine Visitenkarte ist vergleichsweise günstig.

Wenn Sie mehr über Veredelungen, Visitenkarten oder ganzen Geschäftsausstattungen wissen wollen, dann melden Sie sich doch einfach bei mir oder Sie schreiben es in die Kommentare.

Viele Grüße

 

Quellen für diesen Artikel:

www.myplastikkarten.de
www.plastik-visitenkarten.blogspot.de