Was macht ein Logo aus? Wie entsteht es? Wenn Sie das und weiter interessante Dinge wissen wollen, dann lesen Sie auf jeden Fall weiter!

Sie gehen durch die Süßwaren-Abteilung im Supermarkt. Im Augenwinkel nehmen Sie zunächst etwas lilafarbenes war. Und plötzlich springt Ihnen auch noch die Lila-Kuh ins Auge. Welche Marke kann das wohl sein?

Oder Ihr gegenüber holt plötzlich einen angeknabberten Apfel aus der Tasche. Der auf der Rückseite seines Telefons zusehen ist. Natürlich kennen Sie diese Marke. Aber woran liegt das?

Eins vorab. Das Verständnis für eine Marke besteht nicht nur aus dem bloßen Erkennen des Logos. Denn das Marken-Logo ist nur ein Teil davon. Wenngleich ein sehr wichtiger. Dazu aber später mehr.

#1 Was bedeutet das Wort Logo?

Das Wort „Logo“ stammt vom Griechischen „Logos“ ab und hat viele Bedeutungen. Bei der Recherche habe ich z. B. Wort, Rede, Sinn und Lehre gefunden. Das ist interessant. Denn genauso vielseitig sind auch die Möglichkeiten bei der Logo-Gestaltung.

#2 Was ist ein Logo?

Einfach gesagt: Ein grafisches Zeichen. Aus diesem Grund wird  es auch Markenzeichen genannt. Es ist ein Hauptbestandteil des Corporate Design und kann grob in drei grundlegende Formen eingeteilt werden.

Die einfachste Form ist die Bildmarke, auch Signet genannt. Sie besteht nur aus einer Grafik, ohne Wortbestandteile. Wie es zum Beispiel bei dem Sportartikel-Hersteller Nike oder dem Mikroblogging-Dienst Twitter der Fall ist.

Eine weitere Form ist die Wortmarke. Sie setzt sich ausschließlich aus Wortbestandteilen zusammen. Also ohne Grafik bzw. Signet. Das bekannteste Beispiel ist sicher Coca-Cola.

Mein erster Gedanke zum Thema Wortmarke war aber“ kinder“ Schokolade. Denn ich bin ein großer Fan der Marke. Ich liebe alle Produkte, auf denen die Marke „kinder“ steht. An dieser Wortmarke komme ich einfach nicht vorbei.

Die letzte Logo-Variante kombiniert die Wort- und Bildmarke zu einer Wort-Bild-Marke. Sie gruppiert die einzelnen Elemente. Oft existieren von einer Wort-Bild-Marke zwei Varianten. Zum einen mit Signet über der Wortmarke und zum anderen daneben.

Übersicht der grundlegenden Logo-Arten

Beispiel für eine Bildmarke, eine Wortmarke und eine Wort-Bild-Marke.

Was soll das bringen? Ganz einfach. Hat man zwei Varianten von seinem Logo erstellen lassen, ist man bei der Verwendung flexibler. Wenn nicht ausreichend Platz nach oben hin vorhanden ist, macht eine horizontale Anordnung von Wortmarke und Signet Sinn.

#3 Wie entsteht ein Logo?

Vielleicht stellen Sie sich ja auch eine der drei folgenden Fragen: Wie kann ich mir mein eigenes Logo erstellen? Kann ich ein Logo online erstellen? Oder soll ich mir ein Logo erstellen lassen? Wenn ja, dann wird Sie dieser Teil interessieren!

Egal ob Firmenlogo oder für den heimischen Sportverein. Im Grunde kann jeder ein Logo entwerfen. Vorausgesetzt, man kann mit einer geeigneten Grafik-Software umgehen. Für ein erfolgreiches Logo-Design gibt es aber bestimmte Voraussetzungen.

Am Beispiel für ein Firmenlogo, zeige ich Ihnen meine vier Schritte.

Schritt 1: Die Analyse

Als Markenzeichen repräsentiert das Firmenlogo das Unternehmen in visueller Form. „Häufig werden Logos in einen Kontext eingebunden und ziehen daraus ihre Bedeutung.“ Es sollte daher auch visualisieren, für was das Unternehme steht. Wie macht man das am besten?

In dem man Fragen stellt: Welche Leistungen werden erbracht? Welche Werte sollen transportiert werden? Ist das Unternehmen konservativ oder unkonventionell? Steht es für Stabilität oder Dynamik?

Auch darf die Zielgruppe dabei nicht vergessen werden. Und natürlich muss sich das Firmenlogo ausreichend vom Wettbewerb abheben. Am Ende muss das Markenzeichen auch den Charakter des Unternehmens widerspiegeln.

Kennen Sie die Angebote im Internet? Da können Sie sich für wenig Geld ein Firmenlogo gestalten lassen. In kurzen Schritten ist es erledigt und der Logo-Download kann starten.

Das Ergebnis sieht sehr gut aus. Auch ist das Logo gut konstruiert. Keine Frage. Aber ihm fehlt etwas ganz entscheidendes. Ihm fehlt der authentische Bezug zu Ihrem Unternehmen.

Das ist ja auch verständlich. Wie soll das auch funktionieren? Sie haben gar nicht die Möglichkeit, Ihre Vorstellungen und Gedanken zum Unternehmen zu äußern. Denn geschweige, werden diese bei der Entwicklung berücksichtigt.

Daher ist dieser erste Schritt besonders wichtig und darf auf keinen Fall fehlen. Wenn das Firmenlogo zum Unternehmen passen soll.

Schritt 2: Die Konzeptphase

Mit den nötigen Informationen geht es dann an das Konzept. Passende Schriftarten werden recherchiert und mit verschiedenen Grafiken zu Collagen zusammengesetzt. Es entstehen viele verschiedene Logo-Versionen.

Im Anschluss wird geprüft. Passen die Form der Grafiken und die Schriften wirklich zusammen? Harmonisieren sie? Wie ist das Look-and-Feel in Bezug auf die Markenwerte? Dann wird Schritt für Schritt aussortiert.

Schließlich kristallisieren sich drei bis vier Varianten heraus. Dieser Schritt kann sich über mehrere Tage hinziehen. Oft kommen weitere Ideen, wenn man die Entwürfe liegen lässt. Sich zwischendurch anderen Aufgaben zuwendet. Wie heißt es so schön? Gut Ding will Weile haben.

Schritt 3: Die Optimierungsphase

Mit dem Kunden werden die verbleibenden Varianten besprochen und abgestimmt. Letztendlich bleibt ein Logo über. Diesem Logo wird dann ein Raster zu Grunde gelegt und die Bestandteile daran ausgerichtet. So werden die Abstände genau eingehalten und die Proportionen werden nachvollziehbar.

Schritt 4: Finalisierung

Nachdem das Firmenlogo mit seinen Bestandteilen optimiert ist, startet jetzt auch die Definition des Schutzraums.

Aber halt mal! Was hat denn ein Schutzraum mit dem Logo zu tun?

Es ist der Bereich, der das Logo umgibt. Damit es genügend Freiraum bekommt. So wird gewährleistet, dass es die nötige Aufmerksamkeit bekommt. Und nicht durch andere Elemente gestört wird. Üblicherweise wird neben der Standard-Ausführung auch eine einfarbige Variante erstellt, die für Stempel, Stickereien oder T-Shirt-Flock verwendet werden. Das Markenzeichen wird immer erst als Vektorgrafik konstruiert und erst im Anschluss auch in Pixelgrafik ausgegeben.

#4 Wann ist ein Logo gut?

Ein Logo sollte folgende grundlegenden Voraussetzungen erfüllen, damit es funktioniert.

  • Es ist einzigartig und unverkennbar.
  • Das Logo kommuniziert die Leistungen und Werte der Marke.
  • Der Aufbau ist einfach und es ist schnell erfassbar.
  • Es ist problemlos reproduzierbar.

#5 Warum brauche ich ein Logo?

Es ist ein Hauptbestandteil der Markenidentität. Es ist das zentrale Element auf den Visitenkarten, Geschäftspapieren oder Werbemitteln. Dementsprechend kommt ihm eine besondere Bedeutung zu. Ihre Marke wird für Kunden, Partner und Lieferanten erkennbar. Und noch viel wichtiger: Wiedererkennbar!

Sie unterscheiden sich mit Ihrem Logo visuell vom Wettbewerb. Insbesondere, wenn Sie mit Ihrem Geschäftsmodell einer von vielen sind.

Das eigene Firmenlogo ist also wichtig. Was aber noch lange nicht heißen muss, dass Sie es unbedingt zur Firmengründung brauchen. Man kann durchaus auch erst einmal ohne starten. Beispielsweise auch, wenn Sie sich als Fotograf selbständig machen. Diesen kann man zwar als coole Wortmarke gestalten aber notwendig ist es nicht. Darüber hinaus kann man auch als Einzelunternehmer anfangs ohne Logo arbeiten und seinen Namen und dem der Unternehmung verwenden.

#6 Wann brauche ich ein Logo?

Ist das Geschäft dann angelaufen und Sie haben sich Ihren ersten kleinen Kundenkreis aufgebaut, dann empfiehlt es sich der eigenen Marke zu widmen. Schließlich möchten Sie mit Ihren Leistungen schnell wieder erkannt werden.

Am besten geht das mit einem maßgeschneiderten Logo. Welches die Identität und Leistungen klar kommuniziert. Nebenbei verankert es sich so auch leichter in den Köpfen Ihrer Kunden. Das alleine reicht aber noch nicht.

Es ist genauso wichtig, konsequent auf den gleichbleibenden Einsatz zu achten. Den Schutzraum einzuhalten. Immer die gleichen Farben zu verwenden. Denn nur durch die immer gleiche Darstellung des Markenzeichens gewährleisten Sie die Wiedererkennbarkeit!

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen Praxistipp mitgeben. Wenn Sie Ihr Logo einmal an eine Druckerei oder einen anderen Dienstleister versendet sollen und Sie nicht genau wissen, welches das Richtige ist. Dann senden Sie einfach die Dateien mit den Endungen „ai“, „eps“ oder „cdr“. Das sind allesamt Vektorgrafik-Dateien. Sie werden immer in der bestmöglichen Qualität weiter verarbeitet.

Noch besser ist es, wenn Sie Ihrem Dienstleister um folgendes bitten: Lassen Sie sich Ihr Logo in verschiedenen Ordnern liefern. Diese Ordner sollen nach grundlegenden Anwendungen sortiert und benannt sein.

Zum Beispiel ein Ordner für Bildschirm-Anwendungen, ein Ordner für Stick, Flock & Co. und einen letzten Ordner für den herkömmlichen Vierfarbdruck. Diese legen Sie als zip-Archiv ab und versendest sie in Handumdrehen, wenn sie gebraucht werden.

Fazit:

Es gibt beim Thema Logo einiges zu beachten. Und wenn Sie sich das nächste Mal ein Firmenlogo oder Produktlogo ansehen, dann werden Sie es vielleicht mit anderen Augen sehen. Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesem Blog-Artikel weiterhelfen konnte.

Was mich interessiert. Hat Ihnen der Artikel gefallen? Haben Sie Fragen zum Logo? Oder haben Sie Fragen zu ähnlichen Themen? Dann lassen Sie doch ein Kommentar da oder schreiben mir einfach!

Viele Grüße